Poetry Slam Werdegang
Meinen ersten Poetry Slam-Auftritt hatte ich im April 2008. Zwei Monate zuvor bin ich zufällig als Besucher auf einem Poetry Slam gewesen und war sofort von der Veranstaltung fasziniert. Eigentlich wollte ich nur ein einziges Mal selbst dort auf der Bühne stehen, um einmal zu erleben, wie es ist, vor vielen Menschen einen selbst verfassten Text vorzutragen. Doch nach dem ersten Auftritt sollten viele weitere folgen und ich habe fast jeden Monat einen neuen Text geschrieben und auf der Bühne vorgetragen.
Es dauerte allerdings ein Weile, bis ich meinen ersten Slam gewinnen konnte. In der Folgezeit verbesserte sich langsam der Erfolg meiner Texte und ich schaffte es, einige kleinere Slams zu gewinnen. Als ich dann häufiger Erfolge hatte, durfte ich schließlich sogar deutschlandweit zu Poetry Slams reisen.
Texte und Schreibstil
Im Großen und Ganzen bin ich das, was man beim Poetry Slam einen "Storyteller" nennt. Also jemand der, zumeist lustige, prosaische Geschichten schreibt, die einen bestimmten Handlungsgang verfolgen. Dazu kommt bei mir eine starke Neigung, sowohl mit den Worten selbst als auch mit Sprachbildern zu spielen, wodurch die Texte zwischen den Zeilen sehr viel zusätzlichen Humor besitzen können.
In vielen Texten ist es mir außerdem wichtig, nicht nur zu unterhalten, sondern auch eine Botschaft zu vermitteln. Beispiele dafür sind die Texte "Nasty", "Berlin ist halt kein Dorf", "Etwas ist faul auf der Welt" oder "
Schuld und Grüne". Daneben gibt es Texte, die eher komisch ankommen wie "Ninjas", "Lyrik", "
Piratenleben" und "
For the win". Vom Schreiben aktueller politischer Texte ("
Die verarschen Euch doch nur", "
Am 14.März ist Weltuntergang") bin ich ein wenig abgekommen, weil derartige Texte doch zu schnell veralten.
Um nicht in eine feste Schiene zu verfallen, versuche ich immer wieder, auch neue Dinge auszuprobieren. Eine gute Herausforderung ist das Verfassen lyrischer Texte, weil ich dafür weder Begabung habe, noch genau weiß, was Lyrik eigentlich ist und viele Texte könnte man auch als gereimte Prosa bezeichnen. Außer "Ohne Worte" und teilweise auch "Ich bin Slam" ist meinen lyrischen Texte allzu großer Erfolg auf der Bühne immer verwehrt worden. Vielleicht kommt verschärfend hinzu, dass mein Vortrag lyrischer Texte zuweilen an einem Mangel an Rhythmusgefühl leidet. Viele Texte sehe ich aber als gut gemeinte Experimente, unter ihnen "
Loblied auf die Banker", "
Nur ein Moment", "
Schritte" und "
John Maniac".